Wer will fleißige Bergmänner seh’n…

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Statt „Berg Heil“ – “ Glück auf!“

Dortmund, das Wirtschafts- und Handelszentrum Westfalens, entwickelte sich über  die Vorkommen an Kohle und Stahl zu einer bedeutenden Industriemetropole. Bis in die heutige Zeit gelang eine erfolgreiche Anpassung, in der sich Stadt und Region vom Bergbau über die Stahlindustrie zu einem bedeutenden Dienstleistungs- und Technologiestandort verwandelte. Als sichtbare Anerkennung an die fleißigen Bergmänner in den Stollen unter Tage, gedenkt nun das Hotel Esplanade in Dortmund den Kumpeln aus den Tiefen der Erde.

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Aus den Tiefen des Bergbaus in den Digitaldruck

Große, mit aussagekräftigen Digitaldrucken zum Thema Bergbau versehene Acrylglasscheiben, werden in den Hotelzimmern an Wänden und Decken befestigt. Raffinierte Lichtelemente bringen die gedruckten Motive, die von hinten an den Glastafeln verklebt werden, eindrucksvoll zur Geltung. Betrachtet sie der Gast, ist er für einen Moment virtuell ein Teil der Fahrt zum Bergstollen. Sicher und bequem kann er Gedanken schweifen lassen und sich für kurze Zeit in die Welt des Kohlestollen hineinversetzen, die so vielen Menschen Arbeit aber auch gefährliche Situationen verschafft hat.

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Logisch: Logistik 

Für die Firma Schreier war dieser Auftrag eine spannende logistische Herausforderung. So wie man früher beim Bergbau im Vorfeld genau vermessen und geplant hatte, um das schwarze Gold zu bergen, erstellte das Werbetechnik-Team in Rosenheim einen detaillierten Plan für die Produktion. Von der Lieferung bis zur Auslieferung an den Kunden, musste explizit dafür gesorgt werden, dass technische Möglichkeiten und alle fleissigen Hände, die der Firma zur Verfügung stehen, optimal ineinander arbeiten konnten. Bei der Anlieferung der Acrylglasplatten stand ein Gabelstapler zur Verfügung – niemand hätte Platten mit einem Gewicht von 2 Tonnen (!) per Hand abladen können. 20171111_093920Die große Werkshalle musste für zwei Wochen nur für diesen Auftrag blockiert, und der Vorrat an ausreichend Tinte für den Digitaldrucker angeschafft werden. Die Druckmaschine lief dann einen Marathon von 24 Stunden täglich, für eine Dauer von 8 Tagen, bis alle zu verklebenden Drucke produziert waren. Nur kleine Pausen zum Nachfüllen von Tinte und der Überprüfung der Technik durften sein. Gut, dass so ein Digitaldrucker nicht dem Arbeitsschutzgesetz unterworfen ist!

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Die fleissigen Schreier-Mitarbeiter sorgten nach und nach dafür, dass wie bei „großer Wäsche“ die produzierten Drucke zum Auslüften in der Werkshalle verteilt und sorgfältig nach Motiven sortiert wurden. Wichtig war für alle, den bereits ebenfalls dort gelagerten Glasplatten keinen Schaden durch Unachtsamkeit wie Stolpern oder durch herunterfallende Gegenstände zuzufügen, was im Eifer des Gefechts durchaus menschlich und möglich gewesen wäre.

Digitaldruck und Acrylglas – eine gute Verbindung

Aber es ging alles gut! Druck für Druck und Platte für Platte wurden einander richtig zugeordnet und das jeweilige Motiv mit absoluter Genauigkeit verklebt. Dankbar für die jahrelange Erfahrung in blasenfreier Verklebetechnik, konnte das Schreier-Team ein perfektes Ergebnis erzielen. Motiv für Motiv reihte sich die Historie der tapferen Bergmänner aus dem Ruhrpott in einer bayrischen Werkstatt aneinander. Etwaige Verständigungsschwierigkeiten waren nicht festzustellen. Im Gegenteil – nach der Abwicklung des Projekts folgte dem Aufatmen ein kleiner Wermutstropfen – die einzelnen Elemente hängen leider nicht gleich um die Ecke im Hotel, wo man sie das eine oder andere Mal in ihrer eigentlichen Bestimmung erleben könnte. Andererseits sollte man dann vielleicht mal über die Alternative eines Betriebsausflugs nach Dortmund nachdenken…?

Die Firma Schreier und das gesamte Team ist auf alle Fälle stolz, dass zukünftig viele Menschen aus aller Welt diese Bilder betrachten können. Dank der Empfehlung und den Auftrag durch die Rosenheimer Firma Proplan macht es Moderne Werbetechnik und Know-How möglich, bewegenden Geschichten, wie die der Männer aus den Stollen, ein dauerhaftes Denkmal zu setzen.

Ihr Michael Martinus

Text: Sonja Lehmann, die Wortmalerin

Fotos: Michael Martinus

 

 

 

 

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